Sabine Groß Works News About Contact



Signalraum        
»Sound and
Vision«

// zurück
Am 07. Oktober 2014 fand im Kulturzentrum Einstein in München das Event »Sound and Vision« statt, das sich der Erforschung der Bezugsmöglichkeiten von Bild und Ton widmete, und in die Welt der Objekte und ihrer Klänge eintauchte. Die erste Veranstaltung des Abends, die »Sinfonie der Selbstorchester« (KLANK Unternehmung von Christoph Ogiermann und Tim Schomacker aus Bremen) zeigte Spiel-
techniken mit Geschirr, Werkzeug, Vasen, Besteck, Stimme und weiteren Soundquellen, die mittels Verstärkung, Selbstaufnahme, Schichtung und Wiedergabe zu einer ungewöhnlichen orchestralen Liveperformance wurden. Die Klangperformance an sich zählt zu den vielseitigen Formen der Klangkunst, da sie fast alle Medien und künstlerisch-gestalte-
rische Ausdrucksformen wie Malerei, Film, Video, Fotografie, elektronische Medien, Sprache und Text miteinbeziehen kann. Dabei steht jedoch die Live-Aufführung im Vordergrund und nicht, wie bei einem Konzert, das am Ende entstandene, fertige Musik-
stück. Außerdem wird hierbei mit der Verbindung von Technik und den Komponisten bzw. deren eigenen Identität, und deren Handeln experi-
mentiert.
Die zweite Veranstaltung des Abends wurde von CAMP (Collaborative Arts and Music Project) vor-
geführt. CAMP ist ein internationales Kunstprojekt und Festival, bei dem in einem kleinen Team inner-
halb eines vorgegebenen Zeitrahmens künstlerisch gearbeitet und geforscht wird. Das Mini-CAMP im Signalraum wurde von den beiden künstlerischen Leitern Thomas Maos und Prof. Friedemann Dähn vorgestellt und unterstützt vom Munich Institute of Media and Musical Arts. Zusammen mit Münchner KünstlerInnen wurde ein audiovisuelles Projekt er-
arbeitet und live präsentiert. Bei diesem sogenann-
ten VJing wird eine Audioperformance (z.B. eines DJs) per Computertechnik mit Bildern oder Ani-
mationen um eine visuelle Komponente erweitert. Die Visuals sind in Echtzeit auf einem Anzeige-
medium zu sehen und werden vom Visual Jockey live gesteuert. Innerhalb der Performance wurde auch mit einer Kinect gearbeitet, die die Bewegungen der Künstlerinnen live in grafische Bilder, dem Sound entsprechend, übersetzten. Die Aufführung ließ bewusst viel Spielraum für individuelle Interpre-
tationen, da jeder die Eindrücke und besondere Technik anders zu verarbeiten scheint.

www.signalraum.de